Warum allein reisen dein Leben verändert – Tag 7

Tag 7

Es ist 8:17 Uhr ich bin bereits im Bus nach Malaga. Hier möchte ich heute meinen letzten Tag nutzen, um mir die Stadt anzusehen bevor es abends wieder zurück ins kalte Deutschland geht. Während ich das hier schreibe, geht draußen die Sonne langsam auf und ich muss kurz pausieren weil der Anblick einfach zu schön ist. Dieser gelbe Feuerball der sich da gerade über dem Meer auftut, langsam den Himmel aufsteigt und ihn dabei in wunderschöne, pastellige blau- rosefarbenen Tönen färbt, ist immer wieder atemberaubend.

In solchen Momenten bin ich geflashed und beeindruckt von der Schönheit unserers Planeten.

Was für ein Tag! Ich bin so erschöpft wie lange nicht mehr. 15,8 km /21.976 Schritte und 41 Stockwerke habe ich heute im schönen Malaga hinter mich gelegt. Nachdem ich meinen Koffer am Bahnhof verstaut habe und mir bei „Juliet´s“ einen glutenfreien Bagel und Soja-Latte zum Frühstück geholt habe, gehe ich ins Picasso Museum, um gleich auch den kulturellen Teil meiner Stadtbesichtigung abzuhaken. Ich bin zwar kein Kunst-Kenner, finde das ein oder andere Werk aber dennoch beeindruckend und habe Spaß daran, durch das Museum zu schlendern.

Nach einer halben Stunde bin ich bereits durch und gehe direkt Richtung Castillo de Gibralfaro weiter. Eine alte Burg mit einer atemberaubenden 360 Grad Aussicht auf Malaga.

Der Berg ist zu Fuß leicht zu erreichen, erfordert aber ein wenig Beinmuskulatur und circa 20-25 Minuten Lebenszeit. Ein Bus fährt ebenfalls zum Gipfel, aber da ich fit bin und mir gern schon auf dem Weg nach oben Stadt und Natur ansehe, entscheide ich mich gegen die Fahrt nach oben und spaziere los.

Die Aussicht ist toll! Der Hafen, die Stadt und das Meer befinden sich unter mir und ich schlendere gemütlich durch die Burggänge, während ich immer wieder nach rechts und links gucke und ein paar Fotos schieße.

Irgendwann habe ich mich dann satt gesehen und bin in circa 10-15 Minuten schnell wieder unten. Von hier aus geht es für mich weiter Richtung Hafen. Dieser ist recht neu gemacht und zeigt sich bei 26 Grad und Sonnenschein wohl von seiner besten Seite. Ein wenig erinnert mich seine Aufmachung an den Hafen von Barcelona: modern, neu, sauber und wunderschön.

Ich setze mich einen Moment auf eine Treppe die direkt zum Wasser führt und beobachte die Fische, die direkt vor mir im Wasser in und her schwimmen. Irgendwie beruhigt es mich sehr und ich merke , wie sich die erste Müdigkeit anbahnt.

Daher laufe ich weiter, um nicht völlig ins Mittagstief abzutauchen und gehe zur Einkaufsmeile, wo ich ungeplant viel zu viele neue Klamotten kaufe.:D Spanien hat einfach zu viele tolle Läden, die wir in Deutschland nicht haben und daher nutze ich die Gunst der Stunde und decke mich mit ein paar neuen Herbst Klamotten ein. Denn ja, ich habe nicht vergessen, dass ich bald wieder zurück in unser ungemütliches Wetter muss. Mit all den neuen tollen Sachen, kommt dann aber doch noch ein klein wenig Vorfreude auf den bevorstehenden Herbst auf. Im Shopping Rausch und völlig eingenommen von der liebevoll gestalteten Einkaufsmeile, vergesse ich die Zeit und merke, dass es langsam höchste Eisenbahn wird zum Flughafen zu fahren. Ich bin verwundert wie schnell der Tag umgegangen ist, aber bin froh meinen Flieger erst für den Abend gebucht zu haben, um so noch den vollen Tag zu nutzen.

Am Flughafen angekommen quetsche ich meine neuen Errungenschaften in meinen Koffer und komme glücklicherweise problemlos durch die Kontrolle, ohne mein viel zu schweres Gepäck aufgeben zu müssen. Eine halbe Stunde später befinde ich mich auf dem Rückflug nach Deutschland, schließe meine Augen, lasse die Erlebnisse der letzten Tage revue passieren und bin einfach nur völlig erfüllt von Glück und Dankbarkeit.

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Farina Mariposa

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